Teesorten

Einblicke in die vielfältige Welt der Teesorten

Wer einmal einen näheren Blick auf das beliebteste Heißgetränk der Welt wirft, merkt relativ schnell, dass Tee nicht einfach gleich Tee ist, sondern sich hinter diesem Namen eine vielfältige Welt unterschiedlichster Teesorten verbirgt. Unser Blogbeitrag soll einen kleinen Überblick über die wichtigsten Teesorten verschaffen. Was gibt es für Sorten? Worin unterscheiden sie sich? Wo kommen Sie her? Wie sehen sie aus? Und das wichtigste: Wie schmecken die unterschiedlichen Teesorten? Fragen, denen man sich als Anfänger in der Welt des Tees gegenübergestellt sieht und auf die wir hier etwas näher eingehen möchten. Beginnen wir also unsere Reise mit dem schwarzen Tee und seinen berühmtesten Sorten.

Verschiedene Teesorten in unserem Fachgeschäft

Verschiedene Teesorten

Schwarzer Tee – Darjeeling

Zu einer der bekanntesten Teesorten zählt zweifellos der Darjeeling, benannt nach der gleichnamigen Region rund um die Stadt „Darjiling“ (engl. Darjeeling). Die englische Regierung entwickelte und förderte den Anbau dieser Teesorte massiv seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Teeanbau entwickelte sich äußerst schnell, da die Teepflanze in Darjeeling auf optimale, klimatische Bedingungen traf. Heute wird die Teesorte Darjeeling in 84 Teegärten produziert, wovon die meisten Plantagen Top-Darjeelings, also Tees der ersten Güte anbauen. Zu den Bekanntesten zählen Margrets Hope, Namring, Castelton, Phoobsering, Puttabong, Riseehat oder Singbulli. Die Teesorte „Darjeeling“ wird nochmals je nach Erntezeitpunkt in drei Unterkategorien eingeteilt. Die Frühlingsernte „First Flush“ ist sehr mild und blumig, und hat eine helle Tasse. Die Sommerernte „Second Flush“ hingegen ist kräftiger, bisweilen mit nussigen Geschmacksnoten. Die Herbsternte „Atumnal“ hat einen leicht würzigen Geschmack, kommt aber qualitativ oft nicht mehr an die ersten beiden Ernten des Jahres heran. Aber nicht nur die Anbauregion Darjeeling hat einige namhafte Teesorten vorzuweisen. Unweit dieser Region liegt das Teeanbaugebiet Assam, dass ebenfalls hervorragende Teesorten produziert.

 

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Schwarzer Tee – Assam

Die Teesorte Assam stammt aus der gleichnamigen Region in Nord-Ost-Indien, die am Rande des östlichen Himalaya Gebirges liegt. Assam ist mit einer Fläche von fast 80.000km² das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Der Assam Tee ist eine sehr kräftig schmeckende Teesorte und lässt sich gut mit einem Schuss Milch oder Sahne sowie etwas Kandis genießen. Gute Assam-Gärten sind Doomni, Duamara oder auch Halmari. Gute Assam-Sorten haben viele „Golden Tips“, das sind durch die Fermentation golden gefärbte Blattspitzen, die der Teesorte ein besonders intensives Aroma mit süßlich, malzigen Noten verleihen. Nicht jede Assam-Teesorte ist während des Fermentationsprozesses in der Lage, viele Golden Tips zu produzieren, deshalb sind sie etwas Besonderes. In Assam ist die Teehybridpflanze „camellia sinesis assamica“ beheimatet, sie wurde im Jahre 1834 vom Schotten Charles Bruce entdeckt. Von den Engländern schon immer sehr geschätzt, erlangte der Assam Tee schon bald Weltruhm. Bis heute zählt er zu den bekanntesten Schwarzteesorten.

 

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Assam Tee mit Golden Tips

Teesorte: Assam

Schwarzer Tee – Chinesischer Schwarztee

Neben den prominenten Teesorten aus Assam und Darjeeling gibt es aber auch zahlreiche Chinesische Schwarztees, auch rote Tees genannt. Dieser Name ist zurückzuführen auf die kupferrote Aufgussfarbe vieler chinesischer Schwarztees. Zu der bekanntesten Schwarzteesorte zählt sicherlich der Pu-Erh Tee. Diese Teesorte reift im Idealfall über mehrere Jahre und gewinnt dadurch ihren ganz eigenen Geschmack, den man als erdig, rauchig bezeichnen kann. Pu Erh Tee wird aufgrund seiner entschlackenden Wirkung als Diätbegleitung genutzt. Noch rauchiger im Geschmack ist der Lapsang Suchong, ein chinesischer Rauchtee. Das rauchige Aroma erzielt man, indem die Teeblätter über Pinienholz geräuchert werden. Lapasang Suchong ist eine hervorragende Ergänzung zu deftigem Essen, auch Soßen zu Schmor-und Bratgerichten lassen sich mit ihm zaubern. Keemun ist ebenfalls eine typische chinesische Schwarztee-Sorte. Sie schmeckt milder und würziger als ein Pu Erh, kann aber je nach Sorte auch rauchige Noten aufweisen. Keemun Tee wird gerne in englischen Schwarzteemischungen verwendet. In der chinesischen Provinz Yunnan wird ebenfalls viel Schwarztee angebaut, diese Sorte trägt denselben Namen wie ihr Herkunftsgebiet: Yunnan. Tee wird dort schon seit 1700 Jahren angebaut. Die Blätter haben eine charakteristische goldfarbene Knospe. Im Geschmack ist Yunnan Tee angenehm weich und mild. Bestechend ist sein süßlich-würziger Geschmack.

 

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Schwarzer Tee - Chai

Unter Chai Tee wird bei uns in Europa ein indischer Gewürtee verstanden. In Indien wird Chai Tee „Masala Chai“ genannt, wobei „Masala“ Mischung bedeutet und damit lediglich darauf hinweist, dass es sich bei Chai Tee um eine Teemischung handelt. Bestandteil dieser Mischung ist meist ein einfacher aber kräftiger Schwarztee sowie verschiedenste Gewürze. Fast immer dabei sind Ingwer, Zimt, Kardamon und Nelke. Aber in Indien hat so gut wie jeder Haushalt sein ganz eigenes Chai-Teerezept mit den unterschiedlichsten Gewürzen, die bei uns in Europa oft gar nicht zu haben sind. Aber auch die herkömmliche Mischung hat es in sich. Durch die Kombination der Gewürze und die Wärme des Tees, wird der Körper schnell aufgewärmt. Chai Tee ist daher vor allem im Winter ein ideales Getränk und eine ganz besondere Teesorte.

 

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Teesorte Chai

Ein typisch Indischer Chai-Tee

Grüner Tee -  Sencha

Sencha Tee ist mit rund 75% Anteil an den Teeanbauflächen die meistgepflanzte Teesorte in Japan. Sencha bedeutet wortwörtlich übersetzt so viel wie „aufgegossener Tee“. Sencha ist ein gedämpfter Tee, was bedeutet, dass die Blätter unmittelbar nach der Ernte mit heißem Wasserdampf für ca. 10 bis 30 Sekunden gedämpft werden. Diese Grünteesorte verfügt über einen besonders hohen Gehalt eines besonderen Inhaltsstoffes: dem Catechin.  Der Inhaltsstoff wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht und ihm werden viele positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Viele Grünteetrinker beschreiben die Geschmacksnoten des Sencha als grasig, frisch und intensiv. Auf jeden Fall hat diese Teesorte ihren ganz eigenen Geschmack und hat man sich einmal an einen guten Sencha gewöhnt, will man ihn nicht mehr missen.

 

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Grüner Tee – Lung Ching

Der Lung Ching ist einer der berühmtesten Grünteesorten Chinas. Diese Sorte kursiert in China auch als sogenannter „Drachenbrunnentee“.  Die Namensgebung beruht auf einer Legende der zufolge, der Lung Ching rund um einen Brunnen, in dem ein Glück bringender Drach lebte, angebaut worden ist. Der Drache ließ es häufig regnen, so dass die Feuchtigkeit liebende Teepflanze besonders gut gedeihen konnte. Auf jeden Fall hat sich diese Teesorte in China einen besonderen Namen gemacht. Gute Lung Ching Tees bestechen geschmacklich durch einen samtweichen Charakter und ein liebliches Aroma verbunden mit einer milden Würze.

 

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Grüner Tee – Matcha

Matcha ist eine besondere Teesorte, die sich allein schon aufgrund ihres Aussehens von anderen Teesorten deutlich unterscheidet. Matcha heißt übersetzt so viel wie „gemahlener Tee“. Es handelt sich daher um feinstes Grünteepulver, mit intensiver hellgrüner Farbe. Dieses Pulver wird im warmen Wasser mit einem feinen Bambusbesen aufgeschlagen. Das Ergebnis ist ein angenehmes, leicht süßlich schmeckendes Grünteegetränk. Matcha ist in Japan eine sehr beliebte Teesorte mit hohem traditionellem Wert, die häufig bei Teezeremonien getrunken wird.

 

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Matcha eine besondere Teesorte

Teesorte: Matcha

Grüner Tee – Jasmin Tee

Auch diese Teesorte hat Ihre Ursprünge in China. Im alten China wurden dem Grüntee Jasminblüten hinzugefügt um seinen Geschmack zu veredeln. Das charakteristisch blumige, leicht süßliche Aroma ist bis heute unter Teetrinkern sehr beliebt. Die Jasminblüten werden zur natürlichen Aromatisierung des Tees unter die Blätter gemischt, was man in der Fachsprache als „Hochzeit“ bezeichnet. Bei hochwertigen Jasminteesorten werden die Blüten nach 1-3 Tagen entfernt und die „Hochzeit“ wird mehrmals wiederholt. Jasmin Tee gibt es in zahlreichen Variationen und verschiedensten Varianten. Eine Rarität dieser Teesorte ist der Phoenix Dragon, da bei dieser Teesorte die Teeblätter handgerollt und mehrmals mit hochwertigen Jasminblüten aromatisiert werden.

 

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Grüner Tee - Gyokuro

Gyokuro, auch 'edler Tautropfen' genannt, gehört zu den besten Teesorten Japans. Die Blätter des wertvolllen Gyokuro Tees werden einige Wochen vor der Ernte beschattet. So werden sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Durch die Beschattung bleibt ein hoher Anteil an Aminosäuren, Chlorophyll und Mineralstoffen erhalten. Diese blatteigenen Inhaltsstoffe sorgen für den charakteristischen süßen und edlen Geschmack. In Japan spricht man auch vom sogenannten Umami-Geschmack. Er steht für einen würzig, herzhaften besonders wohlschmeckenden Geschmack. Die besten Anbaugebiete für Gyokuro aus Japan sind: Uji, Yame, Mie und Shizuoka. Hier sind Klima-und Bodenbedingungen besonders günstig für den Anbau dieser hochwertigen Teesorte.

 

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Oolong Tee

Oolong Tee ist eine eigenständige Teesorte und bezeichnet halbfermentierte Tees. Die Fermentation ist ein natürlicher Oxidationsprozess, der bei Teeblättern automatisch einsetzt, wenn man sie nach der Ernte der Luft aussetzt. Bei grünem Tee wird dieser Oxidationsprozess mit heißem Wasserdampf unterbunden, bei Schwarztee hingegen durchlaufen die Blätter einen Fermentationsprozess. Bei der Teesorte Oolong wird die Fermentation unterbrochen, mal früher mal später, je nach gewünschtem Resultat. So gibt es grüne und braune Oolongs, sowie mildere, blumigere und kräftigere. Auf jeden Fall hat jeder Oolong seinen ganz eigenen Geschmack und der Status einer eigenen Teesorte ist damit mehr als gerechtfertigt.

 

Eine große Auswahl an Oolong Tees finden Sie hier.

Berühmte Sorte Oolong-Tee

Teesorte: Oolong-Tee (handgerollt)

Gelber Tee

Gelber Tee ist verwandt mit grünem Tee und Oolong. Anders als bei grünem Tee wird diese Teesorte allerdings nach dem Erhitzen und Dämpfen nicht sofort weiterverarbeitet, sondern für eine bestimmte Zeit in spezielles Papier oder besonderen Stoff gepackt. Anschließend wird der Tee getrocknet. Durch die lange Ruhezeit zwischen Erhitzen und Trocknen wir die Fermentation gestoppt und die Teeblätter erhalten eine leicht gelbliche Einfärbung. Die Tasse hat ebenfalls eine gelbe Farbe und der Geschmack hat ein leicht nussiges Aroma, das an Kastanien erinnern kann. Angebaut wird diese spezielle Teesorte in China, bei der Ernte werden vor allem die zarten Blattspitzen gepflückt, welche besonders aromatisch sind.

Weißer Tee

Diese Teesorte wird sehr schonend verarbeitet und gehört damit zu den Tees, die am wenigsten weiterbehandelt werden. Für die Herstellung von Weißem Tee verwendet man die weißen Teeknospen und die ganz jungen, silbrigen Blattspitzen der chinesischen Teepflanze „Thea Sinensis". Vor allem aufgrund dieser jungen, silbrig schimmernden Blatttriebe hat diese Teesorte ihren Namen „Weißer Tee“ verliehen bekommen. Geerntet wir diese Teesorte innerhalb eines relativ eng gesteckten Zeitrahmens während des Frühjahrs. Weißer Tee wird nach der Ernte nicht mehr weiterverarbeitet, sondern lediglich an der Sonne gewelkt und getrocknet.

 

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„Unechte Teesorten“

Klingt komisch, aber solche Teesorten gibt es wirklich: Roibusch Tee, Früchtetee und Kräutertee - bei uns in Europa werden diese Sorten alle als Tee gehandelt, wobei sie streng genommen keine echten Teesorten sind. Echter Tee wird ausschließlich aus der Teepflanze „Camelia Sinesis“ gewonnen. Die Teeblätter haben ihren botanischen Ursprung in dieser Pflanze. Roibusch Tee wird aus einer Buschpflanze aus dem südafrikanischen Cedargebire gewonnen, Früchte- und Kräutertees sind streng genommen Aufgüsse aus verschiedenen Früchten und Kräutern. Natürlich haben diese „Teesorten“ ihre Daseinsberechtigung, schließlich gibt es sehr leckere Früchte- und Kräuterkompositionen, nur sind es eben im ursprünglichen Sinne keine Tees.

Außergewöhnlicher Kräutertee

Teesorte: Früchtetee

Überblick

Es gibt also eine Vielzahl unterschiedlicher Teesorten, ob Grün- oder Schwarztee, ob Oolong oder Weißer Tee jede dieser Teekategorien hat ihre ganz eigenen Sorten. Und diesem Artikel wurden noch lange nicht alle Teesorten erwähnt! Dennoch ein kleiner Einblick in die komplexe Welt des Tees wurde gewonnen und es lohnt sich, als Teetrinker mehr darüber zu erfahren. Hier auf teapot.de findet man einige, der angesprochenen Sorten und wir freuen uns, wenn wir euch ein bisschen durch die Welt des Tees begleiten können und es ermöglichen die Geschmacks- und Sortenvielfalt der Teewelt besser kennen zu lernen.

 

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